Die Feige

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Was ich bisher noch nicht wusste – die Feige trägt zweimal im Jahr Früchte, blüht aber dreimal. Die ersten Blüten werden jedoch nicht befruchtet, da noch keine männlichen Blüten durch die Insekten berührt worden sind.

Die Feige ist eine der ältesten domestizierten Pflanzen überhaupt. Sie gibt es seit Menschengedenken. In der Bibel wird sie in der Geschichte vom Sündenfall als einzige namentlich genannt. Adam und Eva flochten sich Schurze aus Feigenblättern, als sie bemerkten, dass sie nackt waren.

Jotam, ein Sohn Gideons, erzählte seinen Stammesgenossen – nachzulesen in Richter 9 – eine Fabel, in der die Bäume einen König wählen wollen und den Feigenbaum fragen. Dieser lehnt ab, weil er fürchtet, er könne dann keine süßen Feigen mehr tragen. Und das ist die hervorstechendste Eigenschaft der Feige: ihr süßer Geschmack. Getrocknete Feigen haben bis zu 60 % Zuckeranteil. Eine süße Leckerei.

Jesus suchte auf einem Feigenbaum Früchte und fand keine, denn es war nicht die richtige Zeit für Feigen. Dennoch verfluchte er diesen Baum, um seine Allmacht zu zeigen und die Jünger zum Glauben zu ermuntern.

Jesus erzählte auch Gleichnisse, in denen der Feigenbaum vorkommt. Beispielsweise erklärte er seinen Jüngern den Vergleich, dass man keine Trauben von Dornen und keine Feigen von Disteln ernten kann. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, so sagte er. (Matthäus 7,16)

Bist Du eine Feige? Ich frage Dich jetzt nicht, ob Du feige bist, ich frage Dich, ob Du eine Feige bist. Bist Du süß und reif? Oder bist Du eine unbefruchtete Blüte, die bald vom Baum abfällt und vergeht? Trägst Du Frucht?

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