Hund und Herrchen

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Es gibt Schilder, auf die könnte ich verzichten.

Und es gibt Schilder, die wirklich Sinn machen. Schilder, die mich vor einer Gefahr warnen. Schilder, die ich beachten sollte, wenn ich Verletzungen vermeiden möchte.

Wenn ich ein solches Schild sehe „Warnung vor dem Hunde!“, dann werde ich mir doch zweimal überlegen, ob ich das Gartentor zum Grundstück öffne und hineingehe. Sicherlich gibt es auch Grundstücke, die ein solches Warnschild nur zur Tarnung tragen, doch das Risiko möchte ich nicht eingehen.

Der Hund soll das Grundstück bewachen, das ist seine Aufgabe. Er soll keinen hineinlassen (oder hinaus), von dem er nicht überzeugt ist, dass das alles so seine Ordnung hat. Und wenn ein Unbefugter doch hereinkommt, dann ist es seine Pflicht und Schuldigkeit, diesen solange in Schach zu halten, bis das Herrchen dazu kommt und die Lage klären kann.

Dann bekommt Hundchen von seinem Herrchen sicher auch eine Belohnung für die Erfüllung seines Auftrags. Die hat er sich ja wirklich verdient.

Es gibt Christen, die kommen mir vor wie Wachhunde. Immer auf der Hut, immer auf dem Sprung, immer misstrauisch. Und manchmal auch bissig. Und sie wundern sich womöglich auch noch, warum die Kirche, die Gemeinde für Außenstehende so wenig attraktiv ist, warum manche lieber wie ein ängstliches Kätzchen draußen bleiben und sich auch noch abducken, um ja nicht gesehen zu werden.

Jesus hat mal gesagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“

Lassen wir doch einfach zu, dass Menschen zu Jesus kommen, ohne sie anzuknurren, ohne ihnen Angst zu machen, ohne verletzend zu sein. Jesus hat alle Menschen in gleicher Weise lieb, denn er ist für alle Menschen ans Kreuz gegangen. Auch für gefährliche Wachhunde und ängstliche Katzen.

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